Ich interpretiere die Fabel so:
Solange die Eiche lebte, war sie groß, und der Fuchs war klein gegen sie.
Nun ist die große (erhabene) Eiche tot, und da fällt es dem Fuchs leicht, dieses auszusprechen und öffentlich anzuerkennen, dass die Eiche (im Vergleich zu ihm) riesengroß war. Seine Aussage klingt wie eine Anerkennung, enthält aber implizit die herabsetzende Aussage beziehungsweise Behauptung, dass er die Eiche nie als besonders groß angesehen hätte. Seine Anerkennung ist in Wirklichkeit eine Schmähung.
Übertragen auf die Menschen: Es ist leicht, positiv über Menschen zu reden, die gestürzt sind oder aus sonstigen Gründen (z.B.) nicht mehr in hoher Position sind. Und man gibt sich dadurch den Anschein von Großmut. Tatsächlich steckt aber Neid hinter solchem Großmut. Neid, den man natürlich nie zugeben würde.